Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell ruft die EU-Staaten zu einer Ausweitung der Munitionslieferungen an die Ukraine auf. Er habe die Verteidigungsminister in einem Brief darum gebeten, Munition abzugeben, die sie in ihren Beständen haben oder demnächst geliefert bekommen, erklärte Borrell. Die Ukraine sollte bei dem Bedarf Priorität haben. Es gehe derzeit um Wochen und nicht um Monate.
Hintergrund des Appells sind Sorgen, dass der Ukraine in der nächsten Zeit dringend benötigte Munitionstypen fehlen könnten. Insbesondere geht es dabei um Artilleriegeschosse."In den kommenden Wochen und Monaten wird Russland wahrscheinlich seine Offensive wiederaufnehmen, um die Initiative zurückzugewinnen. Sollte Russland erfolgreich sein, wird es sehr schwierig und kostspielig sein, dies wieder umzukehren", heißt es in einem im Kreis der EU-Staaten zirkulierenden Dokument. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers brauche es deswegen eine Million Schuss 155-mm-Munition.