Rund ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffskrieges leben etwa 60.000 Flüchtlinge aus der Ukraine in Berlin. Fast 50.000 von ihnen hätten inzwischen einen Aufenthaltstitel, teilte Sozial- und Integrationssenatorin Katja Kipping (Linke) mit. Insgesamt habe Berlin als eine Art Drehkreuz 360.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge erstversorgt. Viele seien dann an andere Orte in Deutschland und Europa weitergereist. Kipping zufolge wohnen derzeit rund 4200 Ukraine-Flüchtlinge in Berliner Gemeinschaftsunterkünften. Die Mehrzahl der Neuankömmlinge aus dem Land sei also weiter privat untergekommen, manche hätten eigene Wohnungen gefunden.
Wie die Senatorin weiter informierte, sind im Moment etwa 25.000 Ukrainerinnen und Ukrainer beim Jobcenter registriert. Mehrere Tausend weitere hätten nach Angaben aus der Wirtschaft ohne Zutun des Jobcenters Arbeit gefunden. Hauptproblem bei der Arbeitssuche seien fehlende deutsche Sprachkenntnisse. Etwa 90 Prozent der Geflüchteten beherrschten nur Ukrainisch und/oder Russisch.