Die russische Militärführung wirft der Ukraine erneut vor, einen Angriff auf das von der Nachbarrepublik Moldau abtrünnige Gebiet Transnistrien vorzubereiten. Damit wolle Kiew einem angeblichen Vorstoß russischer Einheiten aus Transnistrien zuvorkommen, berichtete die russische Staatsagentur Tass unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen im Verteidigungsministerium in Moskau. Die russische Aufklärung wolle eine starke Massierung ukrainischer Kräfte an der Grenze zu Transnistrien erkannt haben.
In dem von Moldau abgespaltenen Gebiet Transnistrien an der Grenze zur Ukraine sind seit den 1990er-Jahren russische Soldaten stationiert, die dort als sogenannte Friedenstruppen auftreten. Der Geheimdienst der Republik Moldau hatte Russland bereits mehrmals vorgeworfen, einen Umsturz in dem Land oder eine Invasion aus Transnistrien heraus zu planen. Möglich sei ein Zeitraum zwischen Januar und April. Russland beabsichtige dabei, Transnistrien und Moldau zu verbinden. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte bereits, Russland habe konkrete Pläne zur Störung der politischen Ordnung in Moldau.