SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast wirft Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer vor, mit ihrer heutigen Kundgebung am Brandenburger Tor unter dem Motto "Aufstand für Frieden" russische Propaganda zu bedienen. Die Bilder der Demonstration kämen Putins Propaganda gelegen, sagt Mast den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
"Sie wird die Demonstration für ihre Zwecke ausschlachten. Das muss jeder wissen, der am Samstag mit demonstriert", mahnt Mast. Sie forderte Wagenknecht und Schwarzer zudem auf, "sich klar nach rechts" abzugrenzen. Mast verweist darauf, dass AfD-Chef Tino Chrupalla das mit der Kundgebung in Zusammenhang stehende "Manifest für Frieden" unterschrieben habe.
Auch Linke-Parteichefin Janine Wissler übt Kritik an dem Aufruf zur Veranstaltung. Es würden Politiker der Linken teilnehmen, sie persönlich aber nicht, sagt Wissler den Funke-Zeitungen. "Weil ich mich an anderen Aktionen beteilige und weil mir der Umgang mit der Mobilisierung in rechten Kreisen Sorgen macht. Da hat der Aufruf eine Leerstelle", kritisiert sie.