Ein Jahr nach der Ankündigung von 100 Milliarden Euro schweren Investitionen in die Bundeswehr zieht der Chef des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, eine kritische Zwischenbilanz. "Für die Soldaten hat sich seitdem noch nichts spürbar verbessert", sagt er der Bild am Sonntag. Dies sei zwar in der Kürze der Zeit auch kaum möglich. "Dennoch braucht es mehr Tempo. Ob bei Material, Personal oder Infrastruktur, es braucht in dieser Legislaturperiode eine echte, in der Truppe spürbare Wende, sonst war's das mit der Zeitenwende."
Am 27. Februar 2022 hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine "Zeitenwende" verkündet, bei der 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr zur Verfügung gestellt werden sollten.