Letztes Update:
20230306145030

14:49
06.03.2023
Der Preis für europäisches Erdgas hat die Abwärtsbewegung der vergangenen Handelswochen fortgesetzt und den tiefsten Stand seit Sommer 2021 erreicht. Zu Beginn der Woche fiel der Preis für den richtungsweisenden Terminkontrakt TTF zur Auslieferung in einem Monat bis auf 42,50 Euro je Megawattstunde (MWh). Günstiger war europäisches Erdgas zuletzt im August 2021.
Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine waren die Erdgaspreise im vergangenen Jahr drastisch gestiegen. In der Spitze wurden Preise von mehr als 300 Euro gezahlt, nachdem Erdgas längere Zeit um die 20 Euro je MWh gekostet hatte. Eine hohe Abhängigkeit von russischem Gas hatte zu einer Energiekrise geführt. Seit Dezember ist der Preis für Erdgas allerdings in einer kontinuierlichen Abwärtsbewegung. In dieser Zeit ging es mit der Notierung um 70 Prozent nach unten. Mit ausschlaggebend hierfür sind die Erdgasspeicher, die gegen Ende der Wintermonate vergleichsweise gut gefüllt sind.

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14:15
06.03.2023
Eine Mehrheit der Ukrainer spricht sich in einer Umfrage für die Beibehaltung des zu Sowjetzeiten eingeführten Internationalen Frauentags als arbeitsfreien Feiertag aus. Den Ergebnissen zufolge sind knapp 62 Prozent der über 2,1 Millionen Teilnehmer für eine Beibehaltung. Etwa ein Drittel votierte demnach für die Abschaffung des Feiertages. Die übrigen etwa fünf Prozent legten sich nicht fest. 
Auf der Basis der Umfrageergebnisse reichte die Präsidentenpartei "Diener des Volkes" einen Gesetzentwurf ein, der den Internationalen Frauentag in "Internationaler Tag des Schutzes der Frauenrechte" umbenennt, aber weiter arbeitsfrei hält, teilt die Abgeordnete Maryna Bardina bei Facebook mit. Zugleich soll der 9. Mai als Tag des Sieges über den Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg abgeschafft werden. Stattdessen soll der am 8. Mai begangene Tag des Gedenkens und der Versöhnung arbeitsfreier Feiertag werden. Seit dem russischen Überfall strebt die Ukraine verstärkt eine Lösung vom sowjetischen Erbe an. 

13:37
06.03.2023
Der polnische Ölkonzern PKN Orlen will rechtliche Schritte gegen Russland wegen der Einstellung von Lieferungen durch die Druschba-Pipeline einleiten. Konzernchef Daniel Obajtek kündigte heute im Radiosender Zet an, dass das Unternehmen Ansprüche geltend machen und Entschädigung verlangen werde. Nähere Angaben machte er nicht. "Alles steht in den Verträgen, worüber ich nicht sprechen kann", sagte Obajtek einem Bericht der Agentur PAP zufolge. Russland hatte nach Angaben von PKN Orlen Ende Februar die Lieferungen eingestellt.
Das polnische Unternehmen versicherte nach dem Lieferstopp, auf eine solche Situation umfassend vorbereitet zu sein - es könne seine Raffinerie vollständig auf dem Seeweg beliefern. Demnach habe das russische Öl nur etwa zehn Prozent des Bedarfs des Ölkonzerns gedeckt.

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