Der Chef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, warnt angesichts der aktuellen Entspannung in der Energiekrise vor voreiliger Sorglosigkeit. "Zu glauben, wir hätten alles getan, um die nächste Krise zu meistern, ist falsch. Wir sind noch nicht durch", sagte Krebber in einem Interview mit den Magazinen stern und Capital.
Als Beispiel nennt er die Diskussion, ob die Bundesregierung bei den Terminals für den Import von Flüssigerdgas (LNG) zu großzügig plane. "Es kann sein, dass die LNG-Terminals nicht voll ausgelastet werden. Aber man braucht sie als Versicherungsprämie", so Krebber. Aktuell komme Russland über die Ukraine-Pipeline seinen Lieferverpflichtungen nach. "Wenn man glaubt, das bleibt so, braucht man weniger Terminals. Wenn man sich absichern will, braucht man die Infrastruktur."