Moskau hat seine ganz
eigene Interpretation jüngster Medienberichte über
angeblich proukrainische Täter bei der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines. Solche Informationen würden von denjenigen gestreut, "die im Rechtsrahmen keine Untersuchungen führen wollen und versuchen,
mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit des Publikums abzulenken", schreibt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, in ihrem Telegram-Kanal.
Moskau macht für den Anschlag die Geheimdienste der
USA und Großbritannien verantwortlich. Ein Vorwurf, den Sacharowa jetzt erneuerte: Westliche Regierungen müssten zu den russischen Anfragen offiziell Stellung nehmen und zumindest die Recherchen des US-Journalisten Seymour Hersh abarbeiten, fordert sie. Hersh hatte ohne Beweise und unter Berufung auf eine einzelne anonyme Quelle geschrieben, US-Marinetaucher seien für die Explosionen in der Ostsee verantwortlich.