Die Gazprombank in Zürich soll ein Millionenvermögen verwaltet haben, das auf den Namen eines Freundes des russischen Präsidenten Putin lief. Der frühere Chef der Bank und drei Mitarbeiter müssen sich heute deswegen vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Ihnen wird mangelnde Sorgfalt bei Finanzgeschäften vorgeworfen. Die Anklageschrift legt nahe, dass das Geld womöglich Putin selbst gehörte.
Es hätte den Bankern klar sein müssen, dass es sich bei dem angeblich "wirtschaftlich Berechtigten", dem Cellisten und Dirigenten Sergej Roldugin, um einen Strohmann handelte, schreibt die Anklagebehörde. Es sei bekannt gewesen, dass Roldugin ein Freund Putins und Patenonkel von dessen Tochter ist. Die Banker hätten Nachforschungen anstellen müssen. Die vier Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück.