Letztes Update:
20230317020024

21:26
16.03.2023
Am Jahrestag der Bombardierung des Theaters von Mariupol kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Rückeroberung der Stadt und ein Kriegsverbrechertribunal gegen Russen an. "Der Tag wird kommen und wir werden Mariupol befreien", sagt Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Zugleich erinnert der 45-Jährige an den russischen Luftangriff vor einem Jahr auf das Theater in der damals schwer umkämpften Hafenstadt, in dem zu der Zeit viele Zivilisten Unterschlupf gefunden hatten.
Bis heute sei nicht klar, wie viele Menschen ums Leben gekommen seien. "Hunderte? Eintausend?", so Selenskyj. Moskau bestreitet die Verantwortung für den Angriff und behauptet, das Theater sei von ukrainischen Nationalisten in die Luft gesprengt worden.

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21:05
16.03.2023
Russland hat erneut Getreide aus den besetzten ukrainischen Gebieten per Schiff exportiert. Über die Hafenstadt Berdjansk am Asowschen Meer sei Weizen ausgeführt worden, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Abendbericht mit. Ein beladener russischer Lastkahn sei von mehreren Schleppern aus dem Hafen geleitet worden. Der von Moskau eingesetzte Chef des Gebietes Saporischschja, Jewgeni Balizki, hatte zuvor beim Nachrichtenkanal Telegram geschrieben, dass der Hafen für die Getreideausfuhr vorbereitet werde. Insgesamt sei geplant, zwei Millionen Tonnen Getreide per Schiff und Eisenbahn aus dem russisch kontrollierten Teil des Gebiets auszuführen. Eine halbe Million Tonnen seien für den Eigenbedarf vorgesehen.
Große Teile der Ackerflächen in den Gebieten Saporischschja und Cherson in der Südukraine sind von Russland vor gut einem Jahr erobert worden. Kiew prangerte wiederholt die russische Praxis an, Getreide aus den besetzten Gebieten auszuführen und zu verkaufen. Der Ukraine entgehen so wichtige Exporteinnahmen.

20:36
16.03.2023
Bundeskanzler Olaf Scholz sichert der Ukraine die weitere Unterstützung Deutschlands zu - so lange wie nötig. Der russische Präsident Wladimir Putin habe die Verständigung aufgekündigt, dass Grenzen nicht verschoben würden, sagte Scholz beim Empfang der Brandenburger SPD-Landtagsfraktion in Potsdam. "Das werden wir nicht akzeptieren." Wenn das durchgehe, sei der Frieden auf lange Zeit gefährdet. "Deshalb ist es wichtig, dass wir - nicht allein, aber zusammen mit vielen anderen - gemeinsam die Ukraine unterstützen, dass sie sich verteidigen kann, dass sie ihre Freiheit, ihre Unabhängigkeit und Integrität des Landes schützen kann", sagte Scholz. "Und das werden wir tun, solange es nötig ist."
Der Kanzler zog trotz gestiegener Energiepreise eine positive Bilanz des Winters. "Dieser Winter ist anders verlaufen, als viele im letzten Jahr vorhergesagt haben", sagte Scholz. "Die Energieversorgung ist gesichert, es ist kein Wirtschaftseinbruch passiert, wir haben keine Massenarbeitslosigkeit." Er lobte die Solidarität und das Miteinander in Deutschland während des Winters. 

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