Von etwas mehr als 200 bereits wieder
befreiten Ukrainern hat laut UN die Mehrzahl von
Misshandlungen vor ihrer Internierung berichtet. Bei Verhören seien die Gefangenen vom russischen Militär und Geheimdienst
geschlagen, an Strom angeschlossen, angeschossen, mit Messern verletzt und mit Scheinhinrichtungen bedroht worden. Die Haftbedingungen seien zudem auf russischer Seite sehr schlecht. Mindestens fünf Kriegsgefangene seien aufgrund unzureichender medizinischer Behandlung gestorben, teilen die UN mit.
Von 200 interviewten
russischen Kriegsgefangenen habe "gut die Hälfte" von
Misshandlungen und Folter durch die ukrainischen Streitkräfte oder den Geheimdienst SBU berichtet, heißt es weiter. "Kriegsgefangene wurden geschlagen, in die Beine geschossen, in Gliedmaßen gestochen, an Strom angeschlossen, zum Schein hingerichtet, mit sexueller Gewalt oder dem Tod bedroht", so die Leiterin der UN-Menschenrechtskommission in der Ukraine, Matilda Bogner.