Die Union im Bundestag rät zu Gelassenheit im Umgang mit der russischen Ankündigung,
Atomwaffen in Belarus zu stationieren. Die Nato sei darauf "längst eingestellt", sagt der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Eine kurzfristige Reaktion halte er deshalb für unnötig. "Durch eine modernisierte, glaubwürdige nukleare Teilhabe in Europa benötigen wir
keine zusätzliche Stationierung von Nuklearwaffen in weiteren Nato-Staaten", sagt er. Langfristig solle die westliche Militärallianz dies aber nicht ausschließen.
Weiter sagt er, bislang wirkten die Nukleardrohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin
insbesondere in Deutschland. "Putin zielt hier auf Angst und Selbstabschreckung durch permanente Betonung eines
völlig unrealistischen Atomkriegs."