Letztes Update:
20230327232038

23:19
27.03.2023
Der österreichische Energiekonzern OMV kann laut Vorstandschef Alfred Stern derzeit kaum aus seinen Russland-Geschäften mit Erdgas aussteigen. Dieser Rohstoff sei nicht mit Sanktionen belegt, sagte der Manager der Nachrichtenagentur APA. "Wir haben nicht den Luxus, Gas aus legitimen Lieferquellen abzulehnen - insbesondere auch, wenn wir Verträge haben, die uns zur Abnahme verpflichten", sagte er. Die Europäische Kommission arbeitet derzeit an einem Plan, um die EU bis 2027 unabhängig von russischen Energieimporten zu machen. Das Lieferabkommen für Österreich läuft hingegen bis 2040. Das Alpenland bezog im Februar 79 Prozent seines Erdgases aus Russland.
Andererseits würde sich die teilstaatliche OMV gerne von ihrer Beteiligung am russischen Gasfeld Juschno-Russkoje trennen, wie Stern betonte. Doch dafür müsse man nicht nur einen Käufer finden, sondern auch Genehmigungen aus Moskau einholen. "Das ist zurzeit aufgrund der Rechtslage extrem schwierig", sagte er.

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21:51
27.03.2023
In der Frage der Wiederzulassung russischer und belarussischer Sportler auf dem Weg zu den Sommerspielen 2024 will das Internationale Olympische Komitee am Dienstag Eckpunkte festlegen. Die dreitägige Sitzung der IOC-Spitze in Lausanne beginnt mit Beratungen zu dieser heiklen Debatte, die derzeit die Sportwelt spaltet. Der olympische Dachverband um Präsident Thomas Bach plädiert für eine Rückkehr von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus in internationale Wettkämpfe, weil diese sonst dauerhaft diskriminiert würden. 
Möglich soll dies aber nur unter bestimmten Bedingungen sein. So müssten die Sportler unter neutraler Flagge starten, dürfen Russlands Angriffskrieg in der Ukraine nicht aktiv unterstützen und müssen sich an die Anti-Doping-Regeln halten. Politik dürfe keinen Einfluss auf den Sport nehmen, betonte Bach zuletzt immer wieder.
Die Ukraine protestiert scharf gegen die IOC-Pläne und droht sogar mit einem Boykott der Olympischen Spiele 2024 in Paris. Auch eine Reihe von Verbänden und Athleten, vor allem aus Europa, ist gegen eine Wiederzulassung von Russland und Belarus im internationalen Sport. Dagegen gibt es aus anderen Teilen der Welt Zustimmung für eine Aufhebung des seit Beginn des Krieges geltenden Banns.

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