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Östlicher Teil des Landkreises Südwestpfalz kam glimpflich davon

14:04
20.05.2024
Der östliche Teil des Landkreises Südwestpfalz kam glimpflich durch das Hochwasser. Betroffen waren die Anliegergemeinden des Schwarzbachs, insbesondere Waldfischbach-Burgalben, Thaleischweiler-Fröschen und Rieschweiler-Mühlbach. In Waldfischbach-Burgalben wurde die Kläranlage auf der Moschelmühle nahe der B270 beschädigt, sie fiel zunächst aus, läuft seit Samstag aber wieder im Notbetrieb. Die ersten Befürchtungen, dass hier ein Millionenschaden verursacht wurde, treffen wohl nicht zu. Im tiefergelegenen Ortsteil Burgalben sind die größten Schäden zu verzeichnen. „Dort treffen die Moosalbe, die für zwei Drittel des Hochwassers verantwortlich ist, und der Schwarzbach aufeinander“, erklärte Verbandsbürgermeister Felix Leidecker. Auch das Gewerbegebiet Moschelmühle wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Schäden lassen sich noch nicht beziffern. „Für viele Leute ist das heftig“, sagte er mit Blick auf die Betroffenen, deren Keller vollgelaufen waren. „Insgesamt sind wir aber recht glimpflich davongekommen“, ergänzte er. Das liege daran, dass das Hochwasser räumlich begrenzt gewesen sei und externe Helfer nach Burgalben eilten.
Aus Sicherheitsgründen war am späten Freitagabend das Pfingstzeltlager des DLRG-Bezirks Westpfalz in der Nähe des Clausensees geräumt worden. Die 130-köpfige Gruppe verbrachte eine Nacht auf Feldbetten in der Bruchwiesenhalle in Waldfischbach-Burgalben, kehrte aber am Samstag wieder zurück auf den Zeltplatz. Eine Evakuierung eines Altersheims in Thaleischweiler-Fröschen in Nachbarschaft des Schwarzbachs wurde nicht vollzogen, weil eine mobile Schutzwand das Wasser abhielt. Zur Sicherheit waren die Bewohner in ein höheres Stockwerk umgezogen. Auch wenn es auf Luftbildern anders aussah: Der Pfälzische Pony-, Reit- und Fahrverein Thaleischweiler-Fröschen kam glimpflich davon. Zwar stand der Reitplatz unter Wasser, in die Halle, die Gaststätte und den Stall drang das Wasser aber nicht ein. In Rodalben schützte die Feuerwehr ab dem frühen Samstagmorgen das Wasserwerk der Stadtwerke Pirmasens an der Rodalb. Das Wasser des Bachs drohte in das Gebäude einzudringen. Überspült wurde das Freibad auf der Biebermühle. Alle Becken liefen mit Schmutzwasser voll, die Liegewiese ist mit Schlamm überzogen. Im Kiosk stand das Wasser 35 Zentimeter hoch. 

add/daa/jtt

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