Letztes Update:
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2000 Einsätze wegen Unwettern in Trier

05:48
15.07.2021
Einsatzkräfte haben in der Nacht zu Donnerstag mit dem Hochwasser in der Region Trier gekämpft. Mehr als 4500 Anrufe seien bei der Rettungsleitstelle der Feuerwehr eingegangen, teilte die Stadt Trier mit. Dabei wurden Feuerwehr und Rettungsdienste zu 2000 Einsätzen rausgeschickt. In Trier wurden 76 Unwetter-Einsätze ausgelöst, in Trier-Saarburg 161, im Landkreis Bernkastel-Wittlich 234, im Eifelkreis Bitburg-Prüm 723 und im Vulkaneifelkreis 755.

Auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Situation wegen Hochwassers nach Angaben eines Kreis-Sprechers extrem gefährlich. In Messerich in der Eifel wurden nach Angaben des Kreises zwei Helfer des Technischen Hilfswerks von den Fluten eingeschlossen, es besteht Lebensgefahr, wie der SWR berichtete.

Die Kreisverwaltung in Daun rief den Katastrophenfall aus. Unter anderem bleiben die Schulen im Landkreis Vulkaneifel an diesem Donnerstag geschlossen. Unterdessen steigt das Hochwasser an Rhein, Ahr und Mosel.

Ortschaften nicht mehr erreichbar

05:20
15.07.2021
„Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind“, sagte die Landrätin des Kreises Vulkaneifel, Julia Gieseking (SPD), am Mittwochabend. „Ich appelliere an die Bevölkerung, dass alle zuhause bleiben und sich schützen vor den Wassermassen.“

Zu viele Einsatzorte

05:05
15.07.2021
Der Katastrophenfall ermöglicht die Unterstützung der Bundeswehr. Nach Angaben der Landrätin werden auch Fahrzeuge benötigt, um nicht mehr befahrbare Straßen zu passieren. Der Schwerpunkt der Einsätze liege in der Rettung von Menschen. Die Einsatzkräfte könnten sich zunächst kaum um überschwemmte Keller kümmern. „Es gibt so viele Einsatzorte, dass wir Prioritäten setzen müssen.“ Auch der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD), Thomas Linnertz, eilte in die Vulkaneifel, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Feuerwehr verteilt Sandsäcke

05:00
15.07.2021
Aus dem benachbarten Eifelkreis Bitburg-Prüm berichtete ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur von zahlreichen gesperrten Straßen. In Prüm war die Feuerwehr seit dem Vormittag im Dauereinsatz, wie ein Gemeindesprecher sagte. Die Pegelstände der Bäche seien stark angestiegen, zahlreiche Keller voll gelaufen. Die Feuerwehr verteilte an die 5000 Sandsäcke in der Verbandsgemeinde. Im Kreis Bernkastel-Wittlich wurde vor „langanhaltenden und kreisweiten Stromausfällen“ gewarnt.

Weiter westlich rief der Kreis Trier-Saarburg am Mittwochabend die zweithöchste Alarmstufe aus. In dieser vierten von fünf Alarmstufen übernimmt die Kreisverwaltung die Koordination der Einsätze in den sieben Verbandsgemeinden. Von Überschwemmungen waren vor allem die Verbandsgemeinden Trier-Land, Schweich und Konz betroffen. „Das Wetter kommt runter von der Eifel in Richtung Trier“, sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung.

Laut Wetterdienst sei weiterhin mit starken Regenfällen zu rechnen, teilte die Kreisverwaltung in Trier mit. Die Pegelstände von Gewässern seien schnell stark steigend. Hausbesitzer wurden zu Sicherheitsmaßnahmen an ihren Gebäuden aufgerufen, etwa zur Abschaltung von Elektrogeräten in Gebieten, die von Überschwemmungen bedroht sind.

Der Hochwassermeldedienst teilte mit, dass der Wasserstand der Mosel am Pegel Trier weiter stark steigen werde. Am Donnerstag sei ein Anstieg bis in den Bereich von neun Metern nicht ausgeschlossen. Am Mittwochabend wurde zunächst der Pegel von sechs Metern überschritten. Am Rhein wurde in Speyer der Wasserstand von sieben Metern überschritten, in Mainz von fünf Metern. Für den gesamten Ober- und Mittelrhein wurden weiter steigende Wasserstände erwartet.

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