Letztes Update:
20220530085424

20:38
29.05.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet nach einem Frontbesuch die Zerstörungen in der Stadt Charkiw als Beispiel für Russlands Vernichtungskrieg. "Schwarze, ausgebrannte, halb zerstörte Wohnhäuser blicken mit ihren Fenstern nach Osten und Norden - dorthin, von wo die russische Artillerie schoss", sagt er heute in einer Videobotschaft. Russland könne in diese Häuser wie in einen Spiegel schauen. "Um zu sehen, wie viel es in diesen 95 Tagen des Krieges gegen die Ukraine verloren hat", sagt Selenskyj.

Russland habe nicht nur die Schlacht um Charkiw, sondern auch um die Hauptstadt Kiew und den Norden der Ukraine verloren, meinte der Präsident. "Es hat seine eigene Zukunft und jede kulturelle Bindung zur freien Welt verloren. Sie sind alle verbrannt." Ein Drittel des Gebiets um Charkiw sei noch von russischen Truppen besetzt. "Wir müssen das gesamte Gebiet befreien", betont Selenskyj.
Die unangekündigte Reise nach Charkiw war der erste bekannte Besuch Selenskyjs im Frontgebiet im Osten des Landes seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine am 24. Februar. Bei dem Besuch habe er den örtlichen Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU entlassen, teilte Selenskyj mit. "Weil er seit den ersten Tagen des Krieges nicht für den Schutz der Stadt gearbeitet hat, sondern nur an sich gedacht hat." Der Fall sei der Justiz übergeben worden.

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20:26
29.05.2022
Mit einer Show vor dem Brandenburger Tor in Berlin haben Musikstars aus der Ukraine an den seit fast 100 Tagen tobenden Krieg in ihrer Heimat erinnert und um Spenden für Krankenhäuser geworben. Rund 15.000 Zuschauer verfolgten am Sonntagabend den Spendenmarathon vor Ort, schätzten Veranstalter und Polizei. Ukrainische Fernsehsender übertrugen die Wohltätigkeitsveranstaltung zudem live, auch Sender anderer Staaten übernahmen sie.
Während der Show wurden Videobotschaften zahlreicher internationaler Prominenter sowie Politiker eingeblendet, darunter von Bundeskanzler Olaf Scholz. Der SPD-Politiker versicherte den Menschen in der von Russland angegriffenen Ukraine die Solidarität Deutschlands.

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