Im Streit um ein europäisches Öl-Embargo gegen Russland stellt Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban weitere Forderungen. Es brauche Garantien für den Fall, dass etwa wegen eines Unfalls kein Pipeline-Öl mehr in das mitteleuropäische Land geliefert werden könne, sagte der rechtsnationale Politiker am Rande des EU-Sondergipfels in Brüssel. Dann müsse Ungarn das Recht haben, russisches Öl etwa über den Seeweg zu beziehen. Grundsätzlich nannte Orban den jüngsten Kompromissvorschlag der EU-Kommission einen "guten Ansatz". Dieser sieht eigentlich vor, zunächst die Einfuhr von per Schiff transportiertem Öl auslaufen zu lassen. Das bislang die Embargo-Pläne blockierende Ungarn könnte sich demnach weiterhin über die Druschba-Pipeline mit Öl aus Russland versorgen. Orban stellte zugleich klar, dass es bislang keinerlei Einigung gebe.
Zugleich fordert der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala mehr Rücksichtnahme auf die Sorgen einzelner Staaten. "Wir können es einfach nicht zulassen, dass bestimmte Erdölprodukte bei uns fehlen werden", sagte der konservative Politiker. Es gehe um "lebenswichtige Sicherheiten für die Bevölkerung".