Letztes Update:
20220601020439

15:39
31.05.2022
Russische Truppen haben nach ukrainischen Angaben im Gebiet Luhansk inzwischen die Hälfte der umkämpften Gebietshauptstadt Sjewjerodonezk eingenommen. Die Frontlinie verlaufe in der Mitte, sagte der Chef der lokalen Militärverwaltung, Olexandr Strjuk. Die Kämpfe seien weiter in Gang. Die Stadt ist die letzte Bastion im Gebiet Luhansk unter ukrainischer Kontrolle. Fällt sie, haben die Militärführung in Moskau und die prorussischen Separatisten ein für sie wichtiges Etappenziel des Krieges erreicht, die volle Kontrolle über das Gebiet Luhansk.
Strjuk hatte zuvor gesagt, dass Sjewjerodonezk zu zwei Dritteln eingekesselt sei von russischen Truppen. Zudem seien 90 Prozent der Gebäude beschädigt oder zerstört. Von einst 100.000 Einwohnern hielten sich heute nur noch 12.000 in der Stadt auf. Seit Beginn des russischen Beschusses seien etwa 1500 Menschen dort getötet wurden.

15:20
31.05.2022
Nach der Einigung auf ein Teil-Ölembargo gegen Russland fordert Wirtschaftsstaatssekretärin Franziska Brantner, dringend für Chancengleichheit unter den EU-Ländern zu sorgen. Staaten, die ihr Öl vorrangig über den Seeweg geliefert bekämen, könnten durch das Einfuhrverbot für Lieferungen mit Tankschiffen in Schwierigkeiten geraten. Dies müsse verhindert werden, "damit wir hier in der Europäischen Union nicht Gewinner und Verlierer produzieren", sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch der Hannover Messe.

14:49
31.05.2022
Das Ölembargo der EU wird Russland aus Sicht des Bundesverbands der Deutschen Industrie hart treffen. Für den russischen Staat sei der Verkauf von Öl die wichtigste Einnahmequelle, erklärte Industriepräsident Siegfried Russwurm in Berlin. "Ein europäisches Ölembargo ist ein außerordentlich drastischer Schritt, auch wenn sich die deutschen Unternehmen seit Wochen auf diese Sanktionsmaßnahme vorbereiten."
Die deutsche Industrie unterstütze die Entscheidung der Bundesregierung und der EU für ein Embargo. "Angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffs Russlands auf die Ukraine braucht es unmissverständliche, zielgenaue und langfristig durchhaltbare Sanktionen, die den Aggressor stärker bestrafen als uns Europäer", so Russwurm. Zentral sei nun, in der Ausgestaltung des Ölembargos innerhalb der EU Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

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