Die
Lieferung moderner Mehrfachraketenwerfer an die Ukraine
dient nach den Worten von US-Außenminister Antony Blinken auch
zur Stärkung der Verhandlungsposition der Regierung in Kiew. "Ich würde sagen, dass es im Moment nicht so sehr darum geht, Russland abzuschrecken, denn es hat die Aggression begangen und setzt sie fort", sagte Blinken bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Man wolle sicherstellen, dass die Ukraine sich
verteidigen könne. Außerdem müsse garantiert werden, dass die Ukrainer
am Verhandlungstisch eine möglichst starke Hand habe, sagte Blinken - denn es sei wahrscheinlich, dass dieser Krieg am Verhandlungstisch enden werde. Stoltenberg betonte, dass Kriege unvorhersehbar seien. "Was wir aber wissen, ist, dass fast alle Kriege irgendwann am Verhandlungstisch enden", sagte er. Was dort dann passiere, hänge natürlich völlig von der Situation auf dem Schlachtfeld ab. "Und dann habe ich
Vertrauen und Zuversicht in die politische Führung in der Ukraine, dass sie in der Lage ist, die schwierigen Entscheidungen über Verhandlungen zu treffen und zu entscheiden, worauf sie sich einlässt, wenn die Verhandlungen irgendwann beginnen werden."