Letztes Update:
20220602020441

15:41
01.06.2022
Russland weist die Vorwürfe auch der Bundesregierung zur Blockade von Getreideexporten zurück und gibt dem Westen die Verantwortung für die Lebensmittelkrise. Weil russische Frachtschiffe mit Sanktionen belegt seien, könnten diese kein Getreide exportieren, sagte Moskaus Außenminister Sergej Lawrow in der saudischen Hauptstadt Riad. Der Westen behaupte zwar, dass Lebensmittel nicht mit Sanktionen belegt seien, verschweige aber zugleich, dass sie nicht transportiert werden könnten.
Der Westen hatte Russland aufgefordert, die Getreideexporte des angegriffenen Landes zuzulassen. Dazu müssten die Häfen im Schwarzen Meer freigegeben werden. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass Russland die Ausfuhr von Weizen aus ukrainischen Häfen nicht behindere. Vielmehr müsse die Ukraine ihre mit Seeminen versehenen Küstenbereiche im Schwarzen Meer säubern, damit die Schiffe aus den Häfen auslaufen könnten und die Seefahrt gesichert sei. Nach Darstellung Lawrows ist mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vereinbart worden, dass das Land bei der Entschärfung der Minen helfen könne. Lawrow wird am 8. Juni zu Gesprächen in der Türkei erwartet.

15:15
01.06.2022
Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) fordert als Konsequenz aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eine umfassende Strategie zur Energiesicherheit in Deutschland. "Wir werden bei der Ministerpräsidentenkonferenz beraten, wie die Sicherheit Deutschlands in einem umfassenden Sinn gestärkt werden kann", sagte Wüst der Deutschen-Presse-Agentur. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder kommen am Donnerstag in Berlin mit Kanzler Olaf Scholz zusammen.
"Deutschland muss so schnell wie möglich unabhängig vom Import russischer Energie werden", sagte Wüst, der aktuell Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist. "Deshalb müssen wir mehr Tempo machen beim Ausbau erneuerbarer Energien." Für die Sicherheit Deutschlands sei es auch wichtig, in Zukunft "Abhängigkeiten von autoritären Regimen zu vermeiden", so Wüst. "Dazu müssen wir unsere Energiequellen diversifizieren und mit unseren Partnern in Europa und den USA noch enger zusammenarbeiten."

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