Letztes Update:
20220607020211

11:11
06.06.2022
Nach Plänen der Bundesregierung sollen rund 70 kremlkritische russische Journalisten und andere Dissidenten in Deutschland leben und arbeiten können, ohne Asyl beantragen zu müssen. Es handelt sich um Menschen, die nach Kriegsbeginn mit einem für 90 Tage gültigen Schengen-Visum nach Deutschland geflüchtet waren. Wie der Spiegel an Pfingsten unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, ist die Bundesregierung dazu unter anderem mit den Innenbehörden der Länder Berlin und Sachsen im Gespräch. 

10:30
06.06.2022
Nach dem russischen Lieferstopp für Dänemark und Shell rechnet der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, mit weiteren Preissteigerungen beim Gas. "Das Gas, das in Europa frei gehandelt wird, dürfte sukzessive weniger werden", sagt Müller Tagesspiegel. Wenn die Schraube weiter angezogen wird, seien es auch nur kleine Schritte, wird Gas noch teurer", warnte der Behördenchef. 

Dass Russland auch Deutschland den Gashahn zudrehen wird, befürchtet Müller aktuell nicht. "Die Gaszuflüsse sind derzeit stabil." Seriöse Vorhersagen seien aber unmöglich, die Bundesnetzagentur könne nur auf Sicht fahren. «Ich wage keine Prognose, die über die nächsten 24 Stunden hinaus geht».

10:01
06.06.2022
UPDATE | In der Ostukraine hat sich die Situation der ukrainischen Truppen in der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk wieder verschlechtert. "Die Kämpfe verlaufen ziemlich dynamisch", sagt der Militärgouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, im ukrainischen Fernsehen. Nach der Zurückeroberung von etwa der Hälfte der Stadt hätten sich die ukrainischen Einheiten wieder ins Industriegebiet zurückziehen müssen.
"Sie haben eine Taktik: einfach alles dem Erdboden gleich machen, damit nichts übrig bleibt, um sich festzusetzen", beschreibt Hajdaj das Vorgehen der russischen Truppen. In Sjewjerodonezk sollen noch etwa 15.000. Zivilisten ausharren. In der Nacht war bekannt geworden, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj im benachbarten Lyssytschansk persönlich Orden an Soldaten verliehen habe. 

08:47
06.06.2022
Die russische Führung stimmt einem Medienbericht zufolge mit Kiew und Ankara ein Schema zur Freigabe von Getreidelieferungen aus dem bisher blockierten Schwarzmeerhafen Odessa. "In den Hoheitsgewässern des Nachbarlands übernehmen türkische Militärs die Minenräumung und sie werden auch die Schiffe bis in neutrale Gewässer begleiten", beschreibt die kremlnahe Tageszeitung Iswestija unter Berufung auf Regierungskreise den geplanten Ablauf. Später würden russische Kriegsschiffe die Getreidefrachter bis zum Bosporus eskortieren.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat zu massiven Turbulenzen auf den Weltmärkten geführt und die Preise für Lebensmittel in die Höhe getrieben. Die Ukraine ist einer der größten Getreideexporteure weltweit. Die russische Blockade ukrainischer Häfen hatte deshalb speziell in den armen Ländern Afrikas zu Befürchtungen vor einer Hungersnot geführt. 

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