In der ostukrainischen Stadt Sjewjerodonezk bleibt die Situation für die ukrainischen Truppen angespannt. "Wir halten die Lage, halten eben die Lage", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj der Agentur Interfax-Ukraine zufolge. Die russischen Truppen seien überlegen. "Dennoch haben wir alle Chancen, in dieser Richtung weiterzukämpfen", betonte er. Für die ukrainischen Truppen gebe es "schrittweise" Erfolge im angrenzenden Gebiet Charkiw. Am "bedrohlichsten" sei die Situation jedoch im Gebiet Saporischschja, in dem die russische Armee die Gebietshauptstadt bedrohe, sagte er nach einem Besuch an der Front.
Armeesprecher Olexander Motusjanyk berichtete von intensiven Kämpfen "praktisch entlang der gesamten Frontlinie in den Gebieten Luhansk und Donezk". Die russische Luftwaffe habe 39 Einsätze für Luftschläge auch außerhalb der Ostukraine geflogen. Ziele im Land seien zudem mit landgestützten Raketen von der von Russland annektierten Halbinsel Krim beschossen worden.