Letztes Update:
20220620133409

13:32
20.06.2022
Der Kreml kritisiert Litauens Beschränkungen des Bahntransits zwischen der zu Russland gehörenden Ostsee-Exklave Kaliningrad und dem russischen Kernland als "illegal". "Diese Entscheidung ist wirklich beispiellos und stellt eine Verletzung von allem dar", zitiert die Agentur Interfax Kremlsprecher Dmitri Peskow. 
Die Exklave Kaliningrad um das ehemalige Königsberg liegt zwischen Litauen und Polen. Sie ist nur etwa 500 Kilometer von Berlin, aber mehr als 1000 Kilometer von Moskau entfernt.
Litauen hat seit Samstag den Bahntransit von Waren über sein Territorium nach Kaliningrad verboten, die auf westlichen Sanktionslisten stehen. Laut dem Chef der Gebietsverwaltung in Kaliningrad, Anton Alichanow, betrifft dies 40 bis 50 Prozent aller Transitgüter, wie Baumaterialien und Metalle.

13:10
20.06.2022
Ungeachtet deutlich gedrosselter Gaslieferungen nach Deutschland betont Russland seine Rolle als verlässlicher Energieversorger. "Russland bleibt ein maximal zuverlässiger Lieferant", zitiert die Agentur Interfax Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er bekräftigte demnach, dass die Ursache der derzeitigen Lieferreduktion Verzögerungen bei Reparaturen und fehlende Turbinen seien. "Das ist eine menschengemachte Krise. Sie ist von der EU erschaffen worden."

12:52
20.06.2022
Die Hungerkrise in der Welt spitzt sich nach Angaben der Vereinten Nationen dramatisch zu. Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) zählt aktuell 345 Millionen Menschen in 82 Ländern, die akut Hunger leiden. Das sind rund 200 Millionen Menschen mehr als noch vor der Corona-Pandemie und dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine, wie die Organisation mitteilte. 
Wegen des russischen Angriffs, der Blockade der Häfen am Schwarzen Meer und dem enormen Preisanstieg für Getreide auf dem Weltmarkt können viele arme Länder etwa in Afrika nicht wie geplant mit Nahrungsmitteln wie Weizen versorgt werden.
Die UN-Behörde schlug Alarm: "Die Gefahr ist sehr real, dass der weltweite Bedarf an Essen und Ernährung bald die Kapazitäten des WFP - und jeder anderen Organisation - übersteigt." Die deutsche Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) war am Montag extra nach Rom gereist, um für mehr Hilfen zu werben. Sie kündigte an, dass sie den deutschen Beitrag an das WFP aus dem Vorjahr von 1,2 Milliarden Euro auch in diesem Jahr erreichen und möglichst übertreffen wolle. Zugleich rief sie andere zu mehr finanziellem Engagement auf.

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