Entwicklungsministerin Svenja Schulze weist auf der ersten großen Wiederaufbau-Konferenz in Lugano auf das Ausmaß der Zerstörung in der kriegsversehrten Ukraine hin. "Das ist kein Projekt für ein Jahr oder zwei", sagt die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Die Regierung habe eine Schadenskarte erstellt, aus der man sehen könne, was alles wieder aufgebaut werden muss. "Mir ist hier die Dimension noch einmal deutlich geworden", sagt Schulze. "Das ist eine ganz große Aufgabe, die die Ukraine jetzt koordinieren muss und wo alle helfen müssen. Wir brauchen die ganze Welt dabei." Die ukrainische Regierung schätzt den Bedarf dafür auf mindestens 720 Milliarden Euro.
Neben dem Engagement der Staaten sei auch die Privatwirtschaft gefragt, sagte sie. "Da sind auch riesige Chancen für die deutsche Wirtschaft, weil die Ukraine ein großes Land ist. Es ist eine große Bevölkerung, und das ist natürlich für eine Exportnation wie Deutschland interessant, dort vertreten zu sein."