Die
neue Erdgas-Pipeline von Griechenland nach Bulgarien soll an diesem Freitag in der nordostgriechischen Stadt Komotini in Betrieb genommen werden. Jährlich sollen darüber
bis zu drei Milliarden Kubikmeter Erdgas aus dem griechischen Netz nach Bulgarien geliefert werden, wie der griechische Energieminister Kostas Skrekas mitteilte. Das Projekt wurde neben Mitteln aus Griechenland und Bulgarien auch von der EU finanziert.
In den vergangenen Monaten war angesichts des Ukraine-Krieges verstärkt an der Fertigstellung der Pipeline gearbeitet worden. Für Bulgarien ist die Leitung enorm wichtig, seit Russland für das Land Ende April einen
Gaslieferstopp verfügt hatte. Seither decke Griechenland über kleinere Pipelines fast 80 Prozent des bulgarischen Erdgasbedarfs ab, sagte der griechische Energieminister. Das Erdgas dafür wird in einem Flüssiggas-Depot nahe Athen zwischengelagert.