Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei macht dem Westen erneut Vorwürfe wegen der Nato-Osterweiterung. Hätte Russland nicht die Initiative im Angriffskrieg gegen die Ukraine ergriffen, wäre es zu einem anderen Konflikt gekommen, sagt Chamenei bei einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin in Teheran, wie der Staatssender Irib berichtet. Er spielt damit auf eine Argumentation Russlands an, derzufolge sich Moskau von der Aufnahme osteuropäischer Staaten in das Verteidigungsbündnis und vor allem von einem potenziellen Nato-Beitritt der Ukraine beengt sah.
Chamenei, der im Iran laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat, sichert Russland seine Unterstützung zu. Die Beziehungen seien gut für Russland und Iran, da beide Staaten von US-Sanktionen betroffen sind.