Letztes Update:
20221014114718

11:12
14.10.2022
Unter dem zunehmenden Druck der ukrainischen Gegenoffensiven haben die russischen Besatzer im südlichen Gebiet Cherson Zivilisten zur Flucht aufgerufen. Zu ihrer eigenen Sicherheit werde den Menschen empfohlen, nach Russland auszureisen, schreibt der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Kirill Stremoussow auf Telegram. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verkündet, er habe mit der Militärführung seines Landes "Schritte zur weiteren Befreiung der ukrainischen Gebiete skizziert".
Die britische "Financial Times" berichtet unter Berufung auf nicht näher genannte westliche Militärexperten, die ukrainischen Truppen könnten möglicherweise schon in der kommenden Woche in Cherson bis zum Fluss Dnipro durchstoßen.

10:52
14.10.2022
Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO sorgt sich wegen jüngster russischer Angriffe und des nahenden Winters um die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Ukraine. Die Angriffe auf Kiew, Dnipro und andere Städte im ganzen Land hätten die weltweite Aufmerksamkeit erneut auf den Überlebenskampf der ukrainischen Zivilbevölkerung und des dortigen Gesundheitssystems an sich gerichtet, sagt der WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. "Die Eskalation der humanitären Notlage erfordert eine Eskalation der humanitären Hilfe."
Zu viele Menschen in der Ukraine lebten in prekären Verhältnissen und müssten von Ort zu Ort ziehen, häufig ohne Zugang zu Heizungen, sagt Kluge. Dies könne zu Frostbeulen, Unterkühlungen, Lungenentzündungen sowie Schlaganfällen und Herzinfarkten führen. "Der kommende brutale Winter könnte sich als besonders gefährlich für gefährdete Menschen erweisen", warnt Kluge. Die WHO werde weiter vor Ort bleiben und langfristig Unterstützung leisten.

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10:24
14.10.2022
Bei der Teilmobilmachung im Angriffskrieg gegen die Ukraine kämpft das russische Militär nach Ansicht unabhängiger Experten weiterhin mit großen Problemen. Das Verteidigungsministerium habe "keine angemessenen Bedingungen geschaffen, um den Einsatz eingezogener Männer an der Front einzugliedern und zu verfolgen", schreibt die Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) mit Sitz in Washington.
Russische Militärreporter berichten demnach, dass die Behörden mobilisierte Soldaten an verschiedene Einheiten entsendeten, ohne deren Einsatzorte ordnungsgemäß zu dokumentieren. Daher hätten sich Familien bei der Militärführung beschwert. Zudem würden Männer mit militärischer Erfahrung in Einheiten eingesetzt, die nicht ihren Fähigkeiten entsprächen. Nach Ansicht eines Reporters könnte dies dazu führen, dass Mütter und Ehefrauen Menschenrechtsgruppen gründeten, die "Russland von innen heraus zerreißen werden".

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