Unter dem Druck westlicher Sanktionen konkretisiert Russlands Regierung Pläne, das eigene Haushaltsloch durch Abgaben von Großunternehmen zumindest teilweise zu stopfen. Insgesamt sollen so 300 Milliarden Rubel (rund 3,8 Milliarden Euro) zusammenkommen, wie Russlands Finanzminister Anton Siluanow in einem im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview sagt. Verwirrung gibt es zunächst allerdings über die Art der Abgabe.
"Es werden spezielle Änderungen der Steuergesetzgebung vorbereitet", meint Siluanow. Wahrscheinlich werde von den Unternehmen eine Abgabe auf die gestiegenen Gewinne der vergangenen Jahre erhoben, so der Minister. Unternehmen aus der Öl- und Gasbranche sollten von diesen zusätzlichen Zahlungen allerdings ausgenommen werden.