Vor der Präsidentenwahl in der Ukraine im kommenden Jahr lässt Kiews Bürgermeister weiter offen, ob er als Kandidat antreten wird. "Wenn ein Land im Krieg ist, wenn ein großer Teil des Landes okkupiert ist, wenn zehn Millionen Menschen außer Landes sind, kann ein politischer Wettkampf jetzt im Moment in der Ukraine tödlich sein für das Land", sagte Vitali Klitschko. Es gehe jetzt darum, das Land zu verteidigen.
Es gehe heute um das Überleben der Ukraine und nicht darum, wer das Land regiert, so Klitschko. "Unsere Bürger zahlen einen riesigen Preis dafür." Notwendig sei vielmehr eine Einigung aller politischen Kräfte, aller politischen Parteien. "Wir stehen unter einer Fahne: blau-gelb, unsere ukrainische Fahne. Und leider verstehen das nicht alle - sogar hier in der Ukraine." Priorität habe die Verteidigung. "Das Land muss unabhängig und souverän sein. Das Land muss demokratisch werden." Auf die Frage, warum es etwa keinen Schulterschluss mit Präsident Wolodymyr Selenskyj gibt, sagte Klitschko: "Ich mache meine Arbeit. Ich bin bereit: Meine Schulter ist immer bereit für jeden Patrioten, für jeden Verteidiger."