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17:38
22.02.2023
Vor der Präsidentenwahl in der Ukraine im kommenden Jahr lässt Kiews Bürgermeister weiter offen, ob er als Kandidat antreten wird. "Wenn ein Land im Krieg ist, wenn ein großer Teil des Landes okkupiert ist, wenn zehn Millionen Menschen außer Landes sind, kann ein politischer Wettkampf jetzt im Moment in der Ukraine tödlich sein für das Land", sagte Vitali Klitschko. Es gehe jetzt darum, das Land zu verteidigen.
Es gehe heute um das Überleben der Ukraine und nicht darum, wer das Land regiert, so Klitschko. "Unsere Bürger zahlen einen riesigen Preis dafür." Notwendig sei vielmehr eine Einigung aller politischen Kräfte, aller politischen Parteien. "Wir stehen unter einer Fahne: blau-gelb, unsere ukrainische Fahne. Und leider verstehen das nicht alle - sogar hier in der Ukraine." Priorität habe die Verteidigung. "Das Land muss unabhängig und souverän sein. Das Land muss demokratisch werden." Auf die Frage, warum es etwa keinen Schulterschluss mit Präsident Wolodymyr Selenskyj gibt, sagte Klitschko: "Ich mache meine Arbeit. Ich bin bereit: Meine Schulter ist immer bereit für jeden Patrioten, für jeden Verteidiger."

17:23
22.02.2023
Vitali Klitschko sieht die Gefahr, dass russische Truppen erneut die ukrainische Hauptstadt angreifen werden. Zugleich rechnet er aber damit, dass sie scheitern werden. "Kiew ist das Herz der Ukraine, Kiew war und bleibt ein Ziel von Russland, der Russen und von Putin", sagte er. Der Kiewer Bürgermeister warf Kremlchef Wladimir Putin vor, immer mehr Gebiete einnehmen zu wollen. Aber: "Ich glaube nicht, dass Russland gewinnt."
Zum Jahrestag des Krieges an diesem Freitag will Klitschko auch an die vielen Toten erinnern. "Eltern haben ihre Kinder verloren, Kinder haben ihre Eltern verloren und sind als Waisen zurückgeblieben", sagte er. Mindestens 8000 Zivilisten sind bisher nach UN-Angaben in dem Krieg gestorben. Zur aktuellen Zahl der getöteten Soldaten macht die Ukraine keine Angaben. "Es sind Tausende und Tausende. Es ist eine riesige Zahl", so Klitschko. "Wir müssen an die Menschen erinnern, die den größten Preis gezahlt haben für unsere Unabhängigkeit. Wir dürfen diese Menschen niemals vergessen. Gute Menschen. Sehr viele von meinen Bekannten sind schon gestorben."

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