Letztes Update:
20230223020019

18:37
22.02.2023
Die russische Armee verstärkt nach Erkenntnissen Kiews ihre Truppen an verschiedenen Frontabschnitten. Das lasse auf unmittelbar bevorstehende neue Angriffe schließen, teilte der ukrainische Generalstab mit. Die russischen Streitkräfte konzentrierten ihre Hauptanstrengungen "auf Offensivoperationen in den Richtungen Kupjansk, Lyman, Bachmut, Awdijiwka und Schachtarsk", heißt es in der Mitteilung der ukrainischen Militärführung.
Vor allem rund um Bachmut gebe es weiterhin schwere Kämpfe. Mit Hilfe seiner Luftaufklärung versuche das russische Militär, die Artillerieangriffe genauer zu koordinieren. Bei Awdijiwka und Schachtarsk seien russische Angriffe abgewehrt worden.

18:11
22.02.2023
UPDATE | Das Bundesverwaltungsgericht will frühestens in zwei Wochen entscheiden, ob die Treuhandverwaltung von zwei deutschen Töchtern des russischen Rosneft-Konzerns rechtens ist. Zuvor will das Gericht am 7. und möglicherweise auch am 8. März Beweise erheben. Dies kündigte die Vorsitzende Richterin Ulla Held-Daab nach einer ganztägigen Verhandlung in Leipzig an. Der staatlich kontrollierte russische Ölkonzern Rosneft klagt gegen die Treuhandverwaltung seiner beiden deutschen Tochterfirmen Rosneft Deutschland und RN Refining & Marketing. Der Bund hatte die beiden Rosneft-Töchter im September mit der Begründung unter seine Kontrolle gebracht, dass sonst Gefahr für die Versorgungssicherheit drohe.
Hintergrund ist der deutsche Verzicht auf russisches Rohöl nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Die Rosneft-Töchter sind Mehrheitseigentümer der wichtigen PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt. Sie importierten noch 2022 überwiegend russisches Öl über die Druschba-Leitung. Rosneft hatte nach Darstellung des Bundes kein Interesse, davon abzurücken. Die deutschen Rosneft-Töchter halten auch Anteile an weiteren Raffinerien in Deutschland.

17:54
22.02.2023
Klitschko erwartet nach einem bisher nicht absehbaren Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine einen langen Prozess für eine mögliche Aussöhnung - aber ohne Kremlchef Wladimir Putin. "Die Wunde ist groß. Es ist schwierig, weil Tausende Menschen gestorben sind", sagte der 51-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Er sei gerade im Osten der Ukraine unterwegs gewesen, dort seien überall die Schäden an den Gebäuden zu sehen. "Eine Tragödie für Millionen von Menschen."
Er selbst habe viele Bekannte in Russland, die dort unter einer Propaganda lebten wie zu kommunistischen Zeiten in der Sowjetunion, sagte Klitschko. Dabei warf er Moskau "Lügen" vor, wenn da behauptet werde, in der Ukraine dürfe kein Russisch gesprochen werden oder Russen würden gehasst. Er habe eine russische Mutter, die kaum Ukrainisch spreche, sagte er. "Wie kann ich meine Mutter hassen." Er habe "Mitleid" mit dem Nachbarland. "Ich sehe, wie Russland langsam verendet."

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