Letztes Update:
20230223020019

19:26
22.02.2023
Estlands Parlamentspräsident Jüri Ratas würdigt den militärischen und sicherheitspolitischen Beistand Deutschlands für sein Land und dessen Nachbarländer Lettland und Litauen. Bei einem Treffen mit einer Delegation der Deutsch-Baltischen Parlamentariergruppe des Bundestags bedankte er sich für den deutschen Beitrag zur Luftraumüberwachung über dem Baltikum und die Führungsrolle der Bundeswehr beim Nato-Gefechtsverband in Litauen. Zugleich würdigte der zweithöchste Mann in dem baltischen EU- und Nato-Staat die deutschen Bemühungen zur Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine.
Die deutsche Parlamentariergruppe unter Leitung des Vorsitzenden Alexander Graf Lambsdorff (FDP) bereist von 21. Februar bis 24. Februar das an Russland grenzende Estland. Ziel der Reise ist nach Bundestagsangaben die Pflege der parlamentarischen Beziehungen zu dem Ostseestaat mit 1,2 Millionen Einwohner im Nordosten Europa.

18:56
22.02.2023
In Russland verschärfen sich die Spannungen zwischen der Militärführung und der Privatarmee Wagner. Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin veröffentlichte auf Telegram ein Interview mit einem russischen Militärblogger, in dem er sich über mangelnde Ausrüstung seiner Kämpfer durch das russische Militär beschwert. "Sie haben uns keine Munition gegeben, und sie geben uns auch jetzt keine", ist in der Audiodatei zu hören.
Prigoschins Truppe, für die auch verurteilte Mörder und andere Strafgefangene rekrutiert wurden, ist für ihre besonders brutale Taktik berüchtigt, bei der hohe Verluste in den eigenen Reihen in Kauf genommen werden. In der Ukraine kämpfen die Wagner-Söldner derzeit neben den regulären russischen Soldaten um die östliche Stadt Bachmut. Beobachter sehen zwischen beiden Lagern aber schon seit längerem einen Machtkampf schwelen.
Prigoschin, der als enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin gilt, ließ von seinem Pressedienst ein Foto von Dutzenden am Boden liegenden Männern veröffentlichen. Den Angaben zufolge handelt es sich um in der Ukraine getötete Wagner-Kämpfer. "Das sind Jungs, die gestern gestorben sind - an 'Granaten-Hunger' sozusagen", sagte Prigoschin der Tonaufnahme zufolge. "Wer ist schuld daran, dass sie gestorben sind? Schuld sind die, die über die Versorgung mit ausreichend Munition hätten entscheiden sollen." Der Wagner-Chef nannte explizit auch die Namen von Generalstabschef Waleri Gerassimow und Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

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