Letztes Update:
20230307212707

17:48
07.03.2023
Infolge eines erneuten Austauschs sind mehr als 200 Ukrainer und Russen aus der Kriegsgefangenschaft freigekommen. Das Verteidigungsministerium in Moskau informierte über 90 russische Soldaten, die demnach aus der Ukraine nach Moskau zur medizinischen Behandlung geflogen werden sollen. In Kiew berichtete der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrij Jermak, von 130 zurückgekehrten Landsleuten. Darunter seien 87 Verteidiger der seit knapp zehn Monaten von Russland besetzten Hafenstadt Mariupol, hieß es. Weitere 35 Kämpfer seien in der Ostukraine bei Bachmut und Soledar in Gefangenschaft geraten.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen das Nachbarland vor mehr als einem Jahr haben beide Seiten immer wieder Gefangene ausgetauscht. Dem ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez zufolge sind bislang insgesamt 1993 Ukrainer aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt. Moskau machte zunächst keine Angaben zu der Gesamtzahl der freigelassenen Russen.

17:12
07.03.2023
Schweizer Rüstungsunternehmen haben noch nie Kriegsmaterial für so viel Geld exportiert wie im vergangenen Jahr. Die Ware ging für 955 Millionen Franken (rund 960 Millionen Euro) in 60 Länder, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft berichtete. Das war ein Anstieg um 29 Prozent. Die größten Abnehmer waren Katar, Dänemark, Deutschland, Saudi-Arabien und die USA. Nach Deutschland ging Kriegsmaterial für 131,7 Millionen Franken. Nach Katar seien hauptsächlich Fliegerabwehrsysteme zum Schutz des Luftraums über den Fußballstadien während der Weltmeisterschaft geliefert worden.
Schweizer Kriegsmaterial ist wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine in den Schlagzeilen. Das Land verbietet es Kunden unter Hinweis auf seine Neutralität, Ware an Länder weiterzugeben, die an einem internationalen Konflikt beteiligt sind. Deutschland und andere Länder beantragten vergeblich Ausnahmen, um Schweizer Munition und anderes Material an die Ukraine liefern zu können.

16:29
07.03.2023
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat eine umfassende Cyberattacke weitgehend unbeschadet überstanden. Dabei hatten bislang unbekannte Täter versucht, die IT-Systeme des Unternehmens in die Knie zu zwingen. Lediglich die bei einem externen Dienstleister betriebene Konzern-Website sei vorübergehend nicht erreichbar gewesen, erklärte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Bei der Attacke habe es sich offenbar um einen sogenannten DDoS-Angriff gehandelt. Dabei überrollen Angreifer die Server ihrer Opfer mit einer Flut von Datenanfragen, um diese lahmzulegen.
Die IT-Infrastruktur Rheinmetalls habe sich jedoch stabil gezeigt. Außer der Konzern-Webseite habe es keine nennenswerten Ausfälle gegeben, erklärte der Sprecher. "Es gibt kein Indiz dafür, dass die interne Rheinmetall IT-Infrastruktur von einem möglichen Leck betroffen sein könnte. Es ist nicht davon auszugehen, dass dem Konzern ein finanzieller Schaden entstehen könnte." Der Rüstungskonzern steht nach Experteneinschätzungen im Fokus von Hackern, die im Auftrag Russlands im Netz unterwegs sind, da das Unternehmen unter anderem Schützenpanzer an die Ukraine liefert.

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