Die Gründung der Klimastiftung MV wirft weitere Fragen auf. Nach Recherchen der Welt am Sonntag spielte das Gazprom-Tochterunternehmen Nord Stream 2 AG dabei möglicherweise eine größere Rolle als bislang angenommen. Die Zeitung bezieht sich auf einen ihr vorliegenden digitalen Datensatz zum Satzungsentwurf. In den Unterlagen finde sich als Verfasser der Name einer Wirtschaftskanzlei, die mehrfach für das Unternehmen tätig gewesen sei.
Die Klimastiftung MV steht in der Kritik, da sie den Fertigbau der Gaspipeline Nord Stream 2 unterstützt hat. Der Bau der Pipeline wurde abgeschlossen, doch ging sie wegen der russischen Aggression gegen die Ukraine nicht in Betrieb. Die Vorgänge rund um die Klimastiftung sind derzeit im Nordosten Thema eines Untersuchungsausschuss des Landtages. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) wies die Vorwürfe am Wochenende zurück.