Letztes Update:
20230326141807

14:17
26.03.2023
Die USA haben im Zuge der nuklearen Abschreckung schon lange Atombomben in mehreren europäischen Ländern stationiert. Offizielle Angaben gibt es dazu zwar nicht, es sollen aber weiterhin in den Niederlanden, Belgien, Italien und Deutschland US-Atomwaffen lagern, und außerdem auf der US-Luftwaffenbasis Incirlik im asiatischen Teil der Türkei.
Expertenschätzungen zufolge sollen es insgesamt noch etwa 100 sein. Auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der rheinland-pfälzischen Eifel sollen noch bis zu 20 US-Atombomben stationiert sein, die im Ernstfall mit Bundeswehr-Kampfjets eingesetzt werden sollen. Die Bomben sind 3,58 Meter lang, sehen aus wie kleine Raketen und haben eine Sprengkraft von bis zu 50 Kilotonnen - etwa das 13-fache der ersten US-Atombombe, die 1945 die japanische Großstadt Hiroshima fast vollständig zerstört hat. 

13:31
26.03.2023
Die Nato sieht nach der angekündigten Verlegung russischer Atomwaffen nach Belarus keinen Handlungsbedarf mit Blick auf die eigenen Nuklearwaffen. Man sei wachsam und beobachte die Situation genau, teilt eine Sprecherin mit. "Wir haben keine Veränderungen in Russlands nuklearer Aufstellung gesehen, die uns veranlassen würden, unsere eigene anzupassen", sagt sie. Russlands nukleare Rhetorik sei gefährlich und verantwortungslos.
Russlands Bezugnahme auf die nukleare Teilhabe der Nato sei irreführend, heißt es von der Nato: "Die Nato-Verbündeten handeln unter voller Einhaltung ihrer internationalen Verpflichtungen", teilt die Sprecherin mit. Russland habe immer wieder gegen seine Rüstungskontrollverpflichtungen verstoßen.

12:41
26.03.2023
Die Ukraine sieht Kremlchef Wladimir Putin mit seiner angekündigten Stationierung taktischer Atomwaffen in Belarus von Angst vor einer möglichen Niederlage im Krieg getrieben. "Putin ist so berechenbar", schreibt der Berater des Präsidentenbüros in Kiew, Mychajlo Podoljak. Der Kremlchef gebe mit der Ankündigung zu, dass er Angst habe, den Krieg gegen die Ukraine zu verlieren. Zudem bestätige er einmal mehr, dass er in Verbrechen verwickelt sei, weil er nun den Vertrag zur Nichtweiterverbreitung atomarer Waffen verletze.

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