Letztes Update:
20220601020439

12:49
31.05.2022
Der russische Außenminister Sergej Lawrow wird türkischen Angaben zufolge am Mittwoch kommender Woche zu einem Besuch in der Türkei erwartet. Dabei solle es auch um einen sicheren Korridor im Schwarzen Meer zur Ausfuhr von landwirtschaftlichen Produkten aus der Ukraine gehen, kündigte Außenminister Mevlüt Cavusoglu an. Aus Moskau gab es dafür zunächst keine Bestätigung.
Der bereits mehr als drei Monate dauernde russische Angriffskrieg gegen den Getreide-Großexporteur Ukraine hat in vielen Ländern zu einer Verteuerung der Lebensmittel geführt. Moskau bekundete die Bereitschaft, verschiedene Möglichkeiten eines ungehinderten Getreideexports zu erörtern - auch den Transport ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer. Die Türkei versucht, zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln.

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12:24
31.05.2022
Das eigene Sicherheitsempfinden und die Angst vor einer Ausweitung des Krieges wirken sich auf die Einstellung der Deutschen zum Vorgehen im Ukraine-Krieg aus. Je sicherer sich die Menschen fühlen, desto höher ist die Bereitschaft, schärfere Sanktionen gegen Russland zu fordern und der Ukraine schwere Waffen zu liefern. Das ist ein Ergebnis einer Studie zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland, die die Bertelsmann Stiftung vorgestellt hat. 
Zentrale Ergebnisse im Überblick:
  • 21 Prozent der Deutschen fühlen sich derzeit so sicher wie vor dem Krieg.
  • 63 Prozent fühlen sich "etwas" unsicherer.
  • 16 Prozent fühlen sich "sehr viel" unsicherer
  • Zehn Prozent aller Befragten lehnen jede Unterstützung der Ukraine ab
  • In der Gruppe der stark verunsicherten Deutschen ist die Ablehnung noch größer - hier lehnen 20 Prozent jede Unterstützung für die Ukraine ab. 

11:52
31.05.2022
In der Ukraine sind zwei gefangen genommene russische Soldaten wegen Kriegsverbrechen zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht im Gebiet Poltawa verhängte jeweils elf Jahre und sechs Monate Gefängnis, wie das Online-Portal Ukrajinska Prawda berichtet. Die beiden Soldaten aus dem nordrussischen Gebiet Murmansk hatten demnach gestanden, in der Region Charkiw im Osten der Ukraine zivile Gebäude beschossen zu haben. Dem Bericht zufolge äußerten sie vor Gericht Reue über ihre Taten.
Demnach sagten beide Soldaten aus, zunächst zu einem Manöver ins Gebiet Kursk abkommandiert worden zu sein. Dann seien sie ins russische Gebiet Belgorod verlegt worden und hätten sich im Februar plötzlich im Krieg wiedergefunden. Gemeinsam mit anderen Soldaten hätten sie Anlagen und Leitungen zur Stromversorgung sowie Wohnhäuser und Schulen beschossen. Die Verteidigung betonte vor Gericht, dass die Männer auf Befehl gehandelt hätten.

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